Was ist der Sonnenzyklus?
Der Sonnenzyklus ist die etwa 11-jährige Schwankung der magnetischen Aktivität der Sonne. Am sichtbarsten ist sie in der Anzahl der Sonnenflecken: beim Sonnenmaximum gibt es viele Flecken und hohe Aktivität; beim Sonnenminimum wenige oder keine. Der Zyklus beeinflusst Sonnenflares, CMEs und Sonnenwind und damit das Raumwetter an der Erde.
Sonnenflecken und Aktivität
Sonnenflecken sind kühlere, magnetisch aktive Regionen auf der Photosphäre. Sie hängen mit Flares und CMEs zusammen. Beim Maximum des Zyklus bedeuten mehr Flecken mehr Eruptionen und eine höhere Wahrscheinlichkeit für geomagnetische Stürme und Polarlicht. Wir befinden uns in Zyklus 25, das Maximum wird um 2024–2026 erwartet.
Warum 11 Jahre?
Der Zyklus wird durch die **Dynamo-**Prozesse der Sonne angetrieben—die Erzeugung des Magnetfelds durch Plasmabewegung im Inneren. Die Periode ist nicht exakt 11 Jahre und kann etwa zwischen 9 und 14 Jahren liegen. Die Raumwettervorhersage berücksichtigt die Zyklusphase bei der Einschätzung starker Ereignisse.
Quellen und weiterführende Links
- NOAA – Sonnenflecken und Sonnenzyklus – Offizielle Erklärung und Daten
- NASA – Sonnenzyklus – Sonnenzyklus und Raumwetter
- ESA Space Weather – Europäisches Raumwetter-Programm