Was ist ein Sonnenflare?
Ein Sonnenflare ist ein plötzlicher, heller Ausbruch in der Sonnenatmosphäre, oft in der Nähe von Sonnenflecken. Er setzt Energie über das elektromagnetische Spektrum frei—von Röntgen- und UV- bis zu sichtbarem Licht. Flares entstehen durch Rekonnektion von Magnetfeldlinien, die Teilchen beschleunigt und Plasma aufheizt. Die Strahlung erreicht die Erde in etwa 8 Minuten und kann Ionosphärenstörungen, Funkausfälle und in seltenen Fällen Satelliteneffekte verursachen.
Klassifikation: A, B, C, M, X
Flares werden nach ihrem Röntgenfluss (im Band 0,1–0,8 nm) in die Klassen A, B, C, M und X eingeteilt. Jede Klasse ist etwa 10-mal intensiver als die vorherige. A ist am schwächsten, X am stärksten. Eine Ziffer (z. B. X1,5, M7) verfeinert die Einstufung. M- und X-Flares können deutliche Funkausfälle verursachen und treten näher am Sonnenmaximum häufiger auf. Cosmic Radar listet gemeldete Flares im Tagesreport zusammen mit CMEs und dem Kp-Index.
Quellen und weiterführende Links
- NOAA SWPC – Sonnenflares – Flare-Klassifikation und Auswirkungen
- NASA SDO – Echtzeit-Sonnenbilder und Flares
- ESA Space Weather – Europäische Überwachung