Geomagnetisch induzierte Ströme (GIC)
Wenn sich das Erdmagnetfeld bei einem geomagnetischen Sturm schnell ändert, induziert es elektrische Felder im Boden. Lange Leiter wie Stromleitungen und Pipelines können dann geomagnetisch induzierte Ströme (GIC) führen. Das sind gleichstromähnliche Ströme, die Transformatoren sättigen, Erwärmung verursachen und in Extremfällen Schäden anrichten können. Hohe Breiten und lange Leitungen sind am stärksten gefährdet.
Historische Ereignisse
März 1989: Ein schwerer Sturm verursachte Blackouts in Quebec durch GIC-Schäden an Transformatoren. Carrington-Ereignis 1859: Telegraphennetze waren betroffen. Heute nutzen Netzbetreiber Raumwettervorhersagen zur Vorbereitung (z. B. Lastreduktion, Verzicht auf kritische Schaltungen) bei erwarteten starken Stürmen. Cosmic Radar zeigt den täglichen Kp.
Quellen und weiterführende Links
- NOAA – Stromnetz-Auswirkungen – GIC und Netzbetrieb
- ESA – Raumwettereffekte – Infrastruktur
- NASA – Geomagnetische Stürme – Wissenschaft und Überwachung