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Sonnenwind erklärt

Was ist der Sonnenwind?

Der Sonnenwind ist ein kontinuierlicher Strom geladener Teilchen (vor allem Protonen und Elektronen) und Magnetfeld, der von der Sonne in alle Richtungen strömt. Er entsteht in der Korona, wo hohe Temperatur und offene Magnetfeldlinien dem Plasma das Entweichen ermöglichen. Der Wind füllt die Heliosphäre und reicht weit über die Planeten hinaus.

Geschwindigkeit und Dichte

Der Sonnenwind hat typischerweise Geschwindigkeiten von etwa 400–800 km/s beim „langsamen“ Wind und bis 800 km/s und mehr beim „schnellen“ Wind aus koronalen Löchern. Dichte und Magnetfeld (interplanetares Magnetfeld, IMF) variieren. Bei schnellem Wind und südwärts gerichtetem IMF kann die Kopplung mit der Magnetosphäre der Erde geomagnetische Aktivität und Polarlicht auslösen.

Wirkung auf die Erde

Der Sonnenwind staucht die Magnetosphäre der Erde auf der Tagseite und zieht sie auf der Nachtseite in die Länge. Hochgeschwindigkeitsströmungen und CMEs können geomagnetische Stürme und einen Anstieg des Kp-Index verursachen. Cosmic Radar zeigt den täglichen Kp und Raumwetterereignisse.

Quellen und weiterführende Links