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Blitze und die Schumann-Resonanz

Blitze als Quelle

Die Schumann-Resonanz hat keine einzelne Punktquelle. Sie wird von Blitzentladungen auf der ganzen Welt angeregt. Jeder Blitz strahlt einen breitbandigen elektromagnetischen Impuls ab; der Anteil bei den Resonanzfrequenzen des Hohlraums (etwa 7,83, 14,3, 20,8 Hz, …) wird beim Umlauf um die Erde verstärkt. Die Schumann-Resonanz ist damit im Wesentlichen ein globaler Mittelwert der Gewitteraktivität.

Wie viele Blitze?

Weltweit gibt es im Mittel etwa 50 Blitze pro Sekunde (Erdblitze und Wolkenblitze). Diese Zahl schwankt mit Jahreszeit und Klima. Die Verteilung der Gewitter—über Kontinenten vs. Ozeanen, Tag vs. Nacht—beeinflusst, welche Resonanzmoden am stärksten angeregt werden und wie die Amplitude im Tagesverlauf variiert.

Einfluss auf die Amplitude

Bei hoher Gewitteraktivität (z. B. in den tropischen und subtropischen Sturmgürteln) steigt die Amplitude der Schumann-Resonanz in der Regel an. Bei geringer oder verschobener Aktivität kann die Amplitude sinken. Die „Stärke“ der Resonanz in Spektrogrammen spiegelt also wo und wie viel geblitzt wird, nicht eine Änderung der Grundfrequenz der Erde.

Tages- und Jahresgang

Da die Blitzverteilung von Sonneneneinstrahlung und atmosphärischer Zirkulation abhängt, gibt es tageszeitliche und saisonale Muster. So ist die Aktivität über Land oft nachmittags und in bestimmten Regionen im Sommer höher. Diese Muster erscheinen in Schumann-Amplituden-Zeitreihen und sind normal, nicht anomal.

Bezug zum Raumwetter

Ionosphärenstörungen (z. B. durch geomagnetische Stürme oder Sonnenflares) können den Hohlraum und damit die Schumann-Resonanz beeinflussen—sowohl Amplitude als auch, in geringerem Maße, Frequenz. Schumann-Daten ergänzen daher die Raumwetterbeobachtung. Cosmic Radar zeigt Schumann-Informationen zusammen mit dem Kp-Index und Raumwetterereignissen, damit du siehst, wie blitzgetriebene Resonanz und Raumwetter an einem Tag zusammenspielen.

Quellen und weiterführende Links